
Kronen Zeitung
URTEIL VERTAGT
Rapid fasst Derby-Strafe erst am Dienstag aus
„Wenn Menschen gefährdet werden, ist es eine rote Linie, ein No Go. Wir rechnen mit gravierenden Strafen, das kostet uns viel Geld.“ Rapids Präsident Alexander Wrabetz wollte den Liga-Juristen nicht vorgreifen, am Montag erwartete Grün-Weiß vom Senat 1 das „Schmalz“ nach dem Derby-Eklat vor neun Tagen – aber das Urteil wurde auf Dienstag vertagt.
Scheinbar gibt es mehr zu „verhandeln“ als gedacht. Wobei es klar ist, dass zumindest die bedingte Strafe nach den Derby-Vorfällen vom September 2024 in Hütteldorf „aktiv“ wird. Also 150.000 Euro Geldstrafe und eine Sperre des Block West und der anderen Hintertortribüne für drei Topspiele. Vielleicht sogar mehr. Sollte Rapid in den Flop 6 landen, dann würde der Rest der Sperre in die nächste Saison mitgenommen werden.
In knapp zwei Wochen, beim „Finale“ um ein Meistergruppen-Ticket gegen Salzburg, wird die Unterstützung von den Rängen aber fehlen. Wie zuletzt „freiwillig“ beim friedlichen Fan-Boykott beim 2:0 gegen Wolfsberg.
Vorsorglich appelliert Wrabetz auch an die Austria, wie Rapid in den nächsten drei Jahren im Derby auf Auswärtsfans zu verzichten: „Das Derby ist ein zu emotionalisiertes Spiel, kaum unter Kontrolle zu halten.“ Das klingt nach Resignation. Aber Wrabetz hat recht. Leider.
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